3. Prozesstag gegen Linus Förster in Augsburg: Hauptzeugin sagt aus

Im Prozess gegen den Augsburger Ex-Politiker Linus Förster sagt die ehemalige Prostituierte aus, die die Ermittlungen gegen den 52-Jährigen ins Rollen gebracht hat. Am Donnerstag war sie nicht vor Gericht erschienen, nach einem Ordnungsgeld über 500 Euro hat sie sich dann am Freitag doch auf den Weg gemacht. Mittlerweile arbeite die Asiatin nicht mehr als Prostituierte. Sie ist sehr zierlich und spricht schlecht Deutsch. Die Frau hatte vor etwa einem Jahr das Kameralicht bemerkt, als Förster heimlich versucht haben soll die Beiden beim Sex zu filmen. Die Frau brachte den Speicherchip der Kamera an sich und schaltete die Polizei ein. Von Förster bekam die Frau einen Täter-Opfer-Ausgleich in Höhe von 1250 Euro. Förster selbst hat außerdem zugestimmt, dass alle Speichermedien vernichtet werden, die bei ihm gefunden wurden. Darauf sind pornografische Dateien, Bilder mit Frauen aber auch weitere Fotos aus dem Privatleben des 52-Jährigen gespeichert. Er bat das Gericht lediglich darum Dateien behalten zu dürfen, die mit seiner Band und seinem Leben als Musiker zu tun haben. Ansonsten wolle er ein neues Leben beginnen. Er soll wehrlose Frauen missbraucht und das teils heimlich gefilmt haben. Zudem wird ihm der Besitz von über 1300 Kinderpornos vorgeworfen. Die meisten Anklagepunkte hat Förster bereits zugegeben. Der Prozess geht nächste Woche weiter. Dann wird auch ein Urteil erwartet. Bei einer Verurteilung drohen dem ehemaligen SPD-Landtagsabgeordneten viele Jahre Gefängnis. (jeh)

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2017-09-22T16:56:53+02:00
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