Familientragödie vor dem Neuburger Amtsgericht

Vor dem Neuburger Amtsgericht wird zur Zeit ein tragischer Familienfall verhandelt. Eine Familie aus dem Landkreis versucht seit einem Jahr, ihre einjährige Tochter zurückzubekommen. Die Eltern hatten das Baby wenige Wochen nach der Geburt mit Knochenbrüchen ins Krankenhaus gebracht. Nach Ansicht der behandelnden Ärztin konnten die nur durch massive Gewalteinwirkung entstehen. Die Familie hat mittlerweile eine eigene Erklärung: Weil die Mutter während der Schwangerschaft eine Chemotherapie gemacht hat, könnte sich der Knochenstoffwechsel des Mädchens negativ verändert haben. Ein Arzt aus Nordrhein-Westfahlen bestätigte diesen Verdacht – ein Rechtsmediziner und ein Gutachter, die als Zeugen vor Gericht ausgesagt haben, erhärten dagegen den Verdacht der Misshandlung. Eine Urteil im Prozess wegen Kindeswohlgefährdung steht noch aus. (cg)

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2018-04-23T12:29:43+02:00
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