Infektionszahlen sinken etwas – Augsburg ist aber weiterhin Corona-Hotspot

In Augsburg haben sich innerhalb von 24 Stunden 31 Menschen nachweislich mit dem Corona-Virus angesteckt. Dadurch sinkt die Zahl der Neuinfektionen gerechnet auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche von über 58 auf  etwas mehr als 57. Der Grenzwert liegt bei 50. Außerdem hat das Gesundheitsamt acht weitere Schulklassen in Quarantäne geschickt. Betroffene Schulen sind u.a. die Maria-Ward-Realschule, die Elias-Holl-Grundschule, die Berufsschulen I und VI sowie das A.B. von Stettensche Institut.

Wegen der Überschreitung der Warngrenze muss ab sofort auch in weiten Teilen der Augsburger Innenstadt im Freien eine Maske getragen werden. Vor allem dort, wo viel los ist, wie etwa in der Maxstraße, auf dem Königsplatz, in der Fußgängerzone und am Hauptbahnhof. Außerdem gibt es eine Sperrstunde. Bars und Restaurants müssen ab 23 Uhr schließen und dürfen erst um sechs Uhr wieder öffnen. Auch für Treffen zu Hause gibt es jetzt wieder stärkere Einschränkungen. Dort dürfen sich maximal fünf Menschen treffen. Bei Familienangehörigen oder engen Verwandten gibt es Ausnahmen. Vor allem bei privaten Treffen stecken sich derzeit viele Menschen an. Ab Donnerstag darf dann in Teilen der Stadt ab einer gewissen Uhrzeit bis einschließlich Sonntag kein Alkohol mehr to go verkauft und zum Teil dort auch nicht getrunken werden.

Folgende Maßnahmen gelten:

  • Zuhause dürfen sich in Augsburg nur noch maximal fünf Personen treffen oder alternativ Familien und Verwandte in gerader Linie und ein weiterer Haushalt.
  • Familienfeiern wie Hochzeiten, Geburtstage oder Beerdigungen werden auf 25 Personen drinnen und 50 Personen draußen beschränkt.
  • In Teilen der Innenstadt gibt es eine Maskenpflicht: Dazu zählen die Maxstraße, die Fußgängerzone, der Stadtmarkt, die Altstadt und das Gebiet rund um den Hauptbahnhof. Die Regel gilt nur für Fußgänger. Radler und Rollerfahrer sind ausgenommen.
  • Die Stadt für Gaststätten eine tägliche Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr eingeführt.
  • Alkohol darf nicht mehr To-Go verkauft werden am Donnerstag(15.), Freitag(16.), Samstag(17.) zwischen 21 und 6 Uhr an vielbesuchten Plätzen in der Stadt wie der Maxstraße, dem Rathausplatz oder der Ludwigstraße.
  • Alkohol darf im öffentlichen Raum nicht mehr konsumiert werden am Donnerstag(15.), Freitag(16.), Samstag(17.) zwischen 23 und 6 Uhr: Unter anderem an der Maxstraße, dem Rathausplatz oder dem Holbeinplatz.
  • Besucher von Kino- und Theatervorstellungen, Konzerten oder sonstigen Darbietungen müssen ab sofort auch am Platz eine Maske tragen.
  • Die Besuchsregeln in Krankenhäusern und Pflegeheimen werden verschärft. Pro Person und Tag ist nur noch ein Besucher erlaubt.
  • Keine Zuschauer mehr bei Sportveranstaltungen: Das gilt für den Profisport, also für FCA-Spiele wie das Heimspiel am kommenden Samstag gegen Leipzig, aber auch für den Amateursport. Heißt: Auch Eltern dürfen ihren Kindern nicht mehr zuschauen.
  • Die Lechhauser Kirchweih kann – Stand heute – stattfinden. Der geplante Biergarten wurde aber abgesagt. Auf dem gesamten Gelände gilt eine Maskenpflicht.
  • Auch die Messe „Grindtec“ kann Stand heute stattfinden.

Die Regeln gelten erstmal sieben Tage lang. Das Gesundheitsamt spricht von einer sogenannten „diffusen Infektionslage“. Das heißt, das Virus breitet sich in der breiten Bevölkerung aus und ist nicht auf bestimmte Infektionsherde zurückzuführen. Das macht die Kontakt-Nachverfolgung sehr schwer. (dc/cg/erl)

 

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2020-10-15T07:56:36+01:00
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