Aichacher Zugunglück: Lokführer hat wohl Schlimmeres verhindert

Der Lokführer, der bei dem Zugunglück in Aichach Anfang Mai ums Leben gekommen ist, hat vermutlich Schlimmeres verhindert. Das geht aus der Auswertung der sogenannten Blackbox, die alle Fahrdaten und Handlungen des Lokführers aufzeichnet, hervor. Demnach hatte der 37-Jährige sofort eine Notbremsung eingeleitet und mithilfe eines Signalhorns gepfiffen. Anstatt der 120 km/h die dort normalerweise gefahren werden, war der Zug beim Aufprall nur noch etwas weniger als 80 km/h schnell. Bei einer höheren Aufprallgeschwindigkeit wären vermutlich mehr Menschen ums Leben gekommen. Bei dem Zugunglück starben der Lokführer und eine 73-jährige Passagierin. Der Fahrdienstleiter hatte den Zug vermutlich auf ein Gleis geschickt, auf dem bereits ein Güterzug abgestellt war. (dc)

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2018-07-28T07:24:37+02:00
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