Angeklagter im Pfaffenhofener Geiselnahmeprozess gesteht

Im Prozess um die Geiselnahme im Pfaffenhofener Jugendamt hat der Angeklagte ein umfassendes Geständnis abgelegt. „Es stimmt alles“, sagte der 29-Jährige unmittelbar nach der Verlesung der Anklageschrift. Er gab zu, im vergangenen November eine Mitarbeiterin des Jugendamtes mit einem Taschenmesser bedroht und fünfeinhalb Stunden als Geisel genommen zu haben. Er sei sauer auf das Amt gewesen und habe so das Sorgerecht für seine Tochter erzwingen wollen. Hunderte Einsatzkräfte der Polizei, darunter auch das SEK, hatten damals das Amt umstellt. Zwei als Notärzte getarnte Polizisten konnten den Mann mit einem Elektroschocker zu Boden bringen. Das Ingolstädter Landgericht muss vor allem entscheiden, ob der Mann überhaupt schuldfähig ist. Seit dem Vorfall im November ist der Mann in einer Psychatrie untergebracht. Ein Urteil wird Mitte Oktober erwartet. (ff)

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2018-09-19T11:13:44+02:00
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