Angeklagter im Prostituiertenprozess schweigt

Am Augsburger Landgericht ist heute Mittag (06.12.) der Prozess um den Mord an einer Prostituierten vor 25 Jahren gestartet. Das Interesse an der Verhandlung ist groß. Neben vielen Medienvertretern sind auch dutzende Zuschauer in den Schwurgerichtssaal gekommen. Der Angeklagte, ein 50-jähriger Augsburger, ließ über seinen Anwalt erklären, dass er sich erstmal nicht äußern will. Der Mann wird beschuldigt 1993 eine Prostituierte in Augsburg mit einem Möbelfuß geschlagen und danach erwürgt zu haben. Die Leiche der Frau war in einem Straßengraben in Gessertshausen gefunden worden. Der Prozess basiert im Wesentlichen auf Indizien; die Ermittler wollen dem Angeklagten über moderne DNA-Analysen auf die Schliche gekommen sein. Mit im Prozess war auch Angelika Friedl, die leibliche Tochter der Getöteten (Foto 2). Die Frau hatte erst vor wenigen Jahren erfahren, dass ihre Mutter Prostituierte war und ermordet wurde.

Heute wurde am Gericht im Wesentlichen ein anderer Fall behandelt. Die Anklage wirft dem 50-Jährigen zusätzlich eine Vergewaltigung im vergangenen Jahr vor. Der Prozess wird  voraussichtlich mehrere Monate dauern. (ff)

 

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2018-12-06T18:45:31+01:00
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