Arbeiter nach Mord an Kollegen in Neusäß zu lebenslanger Haft verurteilt

Das Landgericht hat heute das Urteil im Mordprozess gegen einen Arbeiter aus Polen gesprochen. Der 34-jährige Elektriker wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er vor einem Jahr einen 24 Jahre alten Arbeitskollegen in Neusäß umgebracht hat.

Die beiden Polen lebten in einem Wohncontainer auf dem Betriebsgelände ihres Arbeitgebers in Täfertingen. Am Tatabend gerieten sie aus unbekanntem Grund in Streit, nachdem sie zusammen Alkohol getrunken hatten. Der Elektriker schlug seinen Kollegen mit einer Hantelscheibe nieder und stach mehrmals mit einem Fleischmesser auf ihn ein.

Das Gericht wertete das brutale Geschehen als heimtückischen Mord und folgte mit dem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidiger des Angeklagten hatten die Tat nur als Totschlag eingestuft und eine siebenjährige Gefängnisstrafe angestrebt. (az)

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2020-02-06T16:22:03+02:00
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