Aresing: Prozessauftakt gegen Todespfleger Ende November in München

Vor dem Landgericht München startet am 26. November der Prozess gegen einen Pflegehelfer aus Polen, der auch in Aresing gearbeitet hat. Der 37-Jährige soll seinen Patienten teilweise tödliche Insulin-Dosen verabreicht und danach deren Wohnungen nach Diebesgut durchsucht haben. Ihm werden unter anderem sechs Morde und drei Mordversuche zur Last gelegt. Der Hilfspfleger hat gestanden, dass er seinen Patienten Insulin gespritzt hat, obwohl das medizinisch nicht notwendig war. Dass er jemanden töten wollte, bestreitet er aber. Die Staatsanwaltschaft hat an 70 Einsatzorten in ganz Deutschland ermittelt. In Aresing hatte der Pflegehelfer vor rund eineinhalb Jahren einen Rentner gepflegt. Der alte Mann wurde mit starkem Unterzucker ins Krankenhaus eingeliefert, obwohl er kein Diabetes hatte. Dieser Fall steht aber bislang nicht auf der Anklage. Der Hilfspfleger sitzt seit Monaten in U-Haft. Ihm droht eine lange Haftstrafe. (cg)

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https://www.rt1.de/aresing-prozessauftakt-gegen-todespfleger-ende-november-in-muenchen-113983/
2019-10-22T08:03:30+01:00
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