Audi: Inhaftierter Ex-Chef Stadler wirft Behörden Fehler vor

Ex-Audi-Chef Rupert Stadler erhebt offenbar schwere Vorwürfe gegen die Justiz. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung und beruft sich auf eine Haftbeschwerde Stadlers. Demnach hätte er nie von den Behörden abgehört und damit auch nicht verhaftet werden dürfen – die Gerichtsanordnung sei fehlerhaft. Stadler war wegen Verdunklungsgefahr in Untersuchungshaft gekommen, Ermittler hatten seine Telefongespräche abgehört. Die Haft sollte verhindern, dass Stadler Zeugen im Diesel-Skandal beeinflusst. Seit Mitte Juni sitzt Stadler in Gablingen bei Augsburg im Gefängnis.

Audi ist einer der größten Arbeitgeber in der Region, wegen des Dieselskandals laufen die Bänder dort zur Zeit langsamer oder müssen sogar gestoppt werden. Wegen neuer Abgas-Untersuchungen stockt die Freigabe neuer Audi-Modelle, deren Motoren erst noch geprüft werden müssen. (erl)

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2018-10-15T06:12:33+02:00
HITRADIO RT1 Augsburg