Augsburg: Türkischer TV-Reporter wegen Terrorvorwurf gegen Kindergarten verurteilt

In einem Augsburger Kindergarten sollen Kinder zu Terrorkämpfern erzogen werden – wegen dieses Vorwurfs in einer Liveübertragung eines türkischen Senders ist ein TV-Reporter jetzt zu 5000 Euro Geldstrafe wegen Volksverhetzung und Verleumdung verurteilt worden. Die Staatsanwältin sagte, das sei nicht von der Presse- und Meinungsfreiheit gedeckt. Es gebe keine Zweifel, dass sich der Kindergarten an Recht und Gesetz hält. Der Verteidiger des Reporter hielt dagegen und sagte, es gehe darum, klarzumachen, dass die Gülen-Bewegung Bildungseinrichtungen als Tarnorganisationen nutzt, um Nachwuchs anzuwerben – und der Träger des Kindergartens steht der Gülen-Bewegung nahe. Der Verteidiger forderte deshalb Freispruch. Das Gericht schloss sich der Meinung der Staatsanwältin an, blieb aber mit dem Urteil unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Der Prozess hätte eigentlich schon im März stattfinden sollen, damals hatte sich der 35-Jährige aber kurzfristig krank gemeldet. (mac/cg)

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2018-09-18T14:27:21+02:00
HITRADIO RT1 Augsburg