Augsburger Gericht verurteilt Flüchtling wegen Vergewaltigung

Ein 36-jähriger Nigerianer ist wegen Vergewaltigung zu drei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der Mann hatte Anfang August eine 18-Jährige in der Nähe des Neusässer Bahnhofs überfallen, in einen Busch gezerrt und sexuell angegangen. Wenn sie nicht laut um Hilfe gerufen hätte, wäre es zum Sex gekommen. Davon war das Gericht überzeugt.
Der 36-jährige war 2014 nach Deutschland gekommen und lebte in einer Flüchtlingsunterkunft in Neusäß. Er war zum Tatzeitpunkt betrunken und traf zufällig auf die 18-jährige. Er gab die Tat zu und bat sein Opfer um Verzeihung.
Die Staatsanwältin sagte am Ende ihres Plädoyers, dass er als Hilfesuchender und als Gast nach Deutschland gekommen war. Die Tat eines einzelnen Flüchtlings werfe bei einem großen Teil der Bevölkerung ein schlechtes Bild auf alle Asylsuchenden, die sich zu benehmen und zu integrieren wissen. Der Verurteilte sah während dieser Ansprache auf den Boden und wischte sich über die Augen. Sowohl seine Pflichtverteidigerin als auch der Anwalt des Opfers gehen davon aus, dass er abgeschoben wird. (sh/mac/jeh)

800 800
https://www.rt1.de/augsburger-gericht-verurteilt-fluechtling-wegen-vergewaltigung-14977/
2017-01-24T15:27:33+01:00
HITRADIO RT1 Augsburg