Augsburger Polizist soll Jugendlichem in Not Hilfe verweigert haben

Ein Beamter der Polizeieinsatzzentrale muss sich im Februar vor Gericht verantworten. Er soll den Notruf eines Jugendlichen nicht ernst genommen haben. Es geht um einen Vorfall im Frühjahr vergangenen Jahres: Ein 16-Jähriger ruft bei der Polizei an und sagt, er befinde sich am Skaterpark in Stadtbergen und werde von anderen Jugendlichen bedroht. Sein Freund sei schon geschlagen worden. Doch der Polizist am Notruf sagt, es sei keine Streife verfügbar, er solle den Skaterplatz verlassen oder zu einer Polizeiwache gehen. Die nächste ist allerdings zwei Kilometer Luftlinie entfernt – in Pfersee. Der Jugendliche legt auf – und wird brutal verprügelt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt daraufhin wegen „Körperverletzung im Amt durch Unterlassen“ gegen den Polizisten und erlässt einen Strafbefehl über eine Geldstrafe. Die will der Polizist nicht zahlen – deshalb kommt es bald zum Prozess. (az)

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2017-08-28T14:36:57+02:00
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