Ausgangsbeschränkung: Augsburger musste wegen Verstößen 17 Tage hinter Gitter

Im Frühjahr galten wegen des Corona-Ausbruchs zwischen März und Aprils wochenlang strenge Ausgangsbeschränkungen. In Bayern haben sich nicht alle daran gehalten. Wer die Regeln so gar nicht eingesehen hat, musste sogar in sogenanne Präventivhaft. Das ist insgesamt fast 200 Mal passiert. Ein Augsburger hat einen Rekord aufgestellt – er musste wegen diverser Verstöße ganze 17 Tage ins Gefängnis. Er war laut Innenministerium völlig uneinsichtig. Die meisten Betroffenen waren nach weniger als 24 Stunden wieder auf freiem Fuß.

Die bayerischen Grünen kritisieren die Polizei-Reaktion – auch Jugendliche saßen demnach teils eineinhalb Tage oder länger im Gefängnis. Das seien massive Grundrechtseingriffe, ohne dass eine Straftat begangen wurde. – Grundsätzlich wurde bei Verstößen gegen das sogenannte Infektionsschutzgesetz ein Bußgeld fällig. (erl)

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https://www.rt1.de/ausgangsbeschraenkung-augsburger-musste-wegen-verstoessen-17-tage-hinter-gitter-184083/
2020-08-28T08:35:40+02:00
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