NSU: Beate Zschäpe zieht ins Aichacher Gefängnis

Das Gefängnis in Aichach bekommt demnächst wohl wieder eine prominente Insassin: Beate Zschäpe, die gestern im NSU-Prozess zu lebenslanger Freiheitsstrafe mit besonderer Schwere der Schuld verurteilt wurde. Noch sitzt die 43-Jährige in Stammheim ein, schon im August soll sie nach Aichach gebracht werden. Das sagte ihr Wahlverteidiger Hermann Borchert der „Bild“-Zeitung. Für den Umzug nach Aichach führt ihr Verteidiger Sicherheitsgründe an. Offenbar will Zschäpe in Aichach auch Geld verdienen. Wörtlich sagte Borchert: „Sie wird dann wohl in der Schneiderei oder der Bäckerei arbeiten.“ – Zschäpe war gestern vom Oberlandesgericht München zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden, unter anderem wegen zehnfachen Mordes. Außerdem stellte das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest. Ihre Pflichtverteidiger haben sofort nach dem Urteil angekündigt, in Revision zu gehen. In Aichach saßen schon mehrere Prominente ein, unter ihnen die frühere RAF-Terroristin Brigitte Mohnhaupt. (az)

 

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2018-07-12T15:41:00+02:00
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