Bericht liegt vor: Das passierte in den Sekunden vor dem Zugunglück in Aichach

Die Untersuchung des schweren Zugunglücks in Aichach, bei dem am 7. Mai 2018 zwei Menschen ums Leben gekommen sind, ist jetzt offiziell abgeschlossen. Die zuständige Behörde hat dazu am gestrigen Mittwoch ihren Bericht veröffentlicht. So soll der Fahrdienstleiter kurz vor dem Unglück bemerkt haben, dass er den Zug auf das falsche Gleis geleitet hat. Laut dem Unfallprotokoll soll er gesagt haben: „Scheiße ich habe die Einfahrt auf zwei gestellt.“ Er versuchte den Lokführer per Funk zu warnen. Zu spät. Der Regionalzug raste trotz Notbremsung mit fast 60 km/h in den abgestellten Güterzug. Der Lokführer und eine 73-Jährige kamen ums Leben, dreizehn Menschen wurden teils schwer verletzt. Der 24-jährige Fahrdienstleiter wurde zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt. Ein moderneres Stellwerk hätte das Zugunglück verhindern können, der Aichacher Bahnhof wird bis Mitte Mai – zwei Jahre nach dem Unglück – nachgerüstet. (dc/erl)

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2020-04-30T06:34:48+02:00
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