Blaualgen im Mandichosee: Muss er lange gesperrt bleiben? – Stadt Augsburg lässt eigene Seen ebenfalls genauer untersuchen

Wie geht es mit dem Mandichosee zwischen Königsbrunn und Mering weiter? Die gefährlichen Blaualgen dort können nicht so einfach bekämpft werden. Wie uns eine Expertin vom Umweltbundesamt erklärt hat, leben die Bakterien im Seeboden. Den kann man nicht einfach austauschen. Der See wird außerdem auch bei strengem Frost nicht bis auf den Grund zufrieren. Das würde die Blaualgen theoretisch abtöten. Aber selbst dann, sagt die Expertin, könnten einige Blaualgen überleben.

Am Mandichosee sind innerhalb weniger Tage drei Hunde gestorben, einer nachweislich an einer Blaualgen-Vergiftung. Auch bei den anderen beiden ist das als Todesursache wahrscheinlich. Die seltene Blaualgen-Art ist ein Bakterium, sie wirkt wie ein Nervengift. Bisher ist sie erst einmal in Berlin aufgetreten, 17 Hunde sind inzwischen gestorben. Dort kämpfen die Behörden seit zwei Jahren darum, sie wieder wegzubekommen.

Wie sicher sind die Seen in der Region? Heute wird der Kuhsee getestet

Am Augsburger Kuhsee werden am heutigen Montag Proben genommen um zu überprüfen, ob ebenfalls gefährliche Blaualgen im Wasser sind. Nach und nach will die Stadt Augsburg alle Seen überprüfen. Auch der Landkreis Aichach-Friedberg hat alle Seen nochmal untersucht. Der Landkreis Augsburg will das nicht machen, das hat ein Sprecher auf RT1-Anfrage mitgeteilt. Der Fund am Mandichosee sei kein ausreichender Anlass, hieß es. Die dort gefundene Blaualgen-Art löst bei Menschen erstmal keine Hautreizungen aus, Baden könnte man also theoretisch – wer aber viel Wasser schluckt, für den kann es gefährlich werden. Gerade für Kinder und Hunde sind die Blaualgen deshalb ein großes Risiko. (lt/erl)

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2019-08-26T15:02:58+02:00
HITRADIO RT1 Augsburg