„Held von Schrobenhausen“ fährt brennenden Tanklastzug aus Stadt: Geldstrafe

Der „Held von Schrobenhausen“ ist zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der 50-jährige LKW-Fahrer hatte vor rund einem Jahr einen brennenden Tanklaster aus einem Schrobenhauser Wohngebiet gefahren, um eine Katastrophe zu verhindern. Der LKW hatte über 34.000 Liter Benzin und Diesel geladen.

Damals wurde der Mann zunächst als Held gefeiert, später hat die Staatsanwaltschaft den Fahrer allerdings wegen Brandstiftung und Sachbeschädigung angeklagt. Sie warf ihm vor, den Brand viel früher bemerkt zu haben und trotzdem weitergefahren zu sein.

Vor Gericht erklärte der Mann  er sei zunächst von einer heißgelaufenen Bremse ausgegangen – dies habe sich jedoch als Fehleinschätzung erwiesen. Erst als der Reifen mit einem lauten Knall geplatzt sei, habe er festgestellt, dass etwas nicht stimmte. Schließlich seien Flammen vom Reifen hochgeschlagen und er habe die Polizei alarmiert.

Ein Polizist hatte den Fahrer damals mit dem brennenden Laster aus der Stadt gelotst. Der in Flammen stehende Tanklaster wurde außerhalb des Ortes von der Feuerwehr gelöscht. Die Ermittlungen ergaben, dass ein defektes Radlager Auslöser gewesen war.

Das Pfaffenhofener Amtsgericht hat den Mann jetzt zu einer Geldstrafe von 3200 Euro verurteilt, er muss einen Monat lang seinen Führerschein abgeben. Laut Richter ein Denkzettel für eine Fehleinschätzung. (erl)

800 800
https://www.rt1.de/brennender-tanklastzug-held-von-schrobenhausen-vor-gericht-71078/
2018-07-18T06:07:03+02:00
HITRADIO RT1 Augsburg