Augsburger Landgericht: Buddhistischer Priester aus Dinkelscherben gesteht Kindesmissbrauch

Der buddhistische Priester aus Dinkelscherben hat vor dem Augsburger Landgericht gestanden, mehrere Jungen sexuell missbraucht zu haben. Er übernehme die volle Verantwortung und bereue zutiefst, so viel Leid verursacht zu haben. Der 62-Jährige soll über Jahre hinweg sieben Jungen missbraucht haben, die er zum Teil in seiner Funktion als Flüchtlingshelfer und Seelsorger betreute. Darunter zum Beispiel zwei Brüder und einen Flüchtlingsjungen, die erst kurz vorher ihre Väter verloren hatten. Vor Gericht weinte und zitterte der Angeklagte, zum Beispiel als er erzählte, als Junge selbst misshandelt worden zu sein. Die Missbrauchsfälle begründet er damit, dass er den Jungen etwas Gutes tun wollte. Sein Anwalt Hermann Christoph Kühn:

Durch sein Geständnis müssen die Opfer nicht mehr aussagen – das könnte seine Haftstrafe verkürzen. Im drohen derzeit bis zu 15 Jahre Haft. Im Laufe der nächsten Wochen sollen rund 40 Zeugen befragt werden. Der Zen-Priester war in der Vergangenheit unter anderem mit Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl auf Auslandsreisen unterwegs. (sh/dc/ah)

800 800
https://www.rt1.de/buddhistischer-priester-wegen-schwerem-sexuellen-missbrauchs-in-augsburg-vor-gericht-29404/
2017-08-28T14:33:42+02:00
HITRADIO RT1 Augsburg