Ermittlungen gegen Hundehalter von Königsmoos laufen

Das Neuburger Tierheim platzt wegen des Hundedramas von Königsmoos aus allen Nähten. Ein Hundebesitzer hatte ungefähr 100 Hunde auf einem völlig verwahrlosten Hof im Ortsteil Obermaxfeld gehalten. 34 von ihnen sind nach einer spektakulären Rettungsaktion ins Tierheim nach Riedensheim gebracht worden. Nach Einschätzung von Tierheimleiter Gerhard Schmidt dürfte es lange dauern, bis sie vermittelt sind:

Die Versorgung der verwahrlosten Tiere kostet das Neuburger Tierheim pro Monat etwa 6000 Euro. Nach Angaben des Landratsamts soll der Tierschutzverein aber nicht auf den Kosten sitzen bleiben.

Bis zu 60 Hunde werden zur Zeit Zeit noch auf dem Hof in Obermaxfeld unter nicht artgerechten Bedingungen gehalten. Für sie suchen die Behörden jetzt händeringend nach freien Plätzen in anderen Tierheimen. Am Vormittag hat etwa das Augsburger Tierheim einen kleinen Hilfstrupp nach Königsmoos geschickt. Die Helfer haben das Veterinäramt beim Einfangen weiterer Hunde unterstützt. Acht von ihnen werden jetzt im Augsburger Tierheim untergebracht.

Der Besitzer arbeitet nach dem Einsatz gut mit den Behörden zusammen. Er hat eingewilligt, dass die bis zu 60 Hunde, die sich nach wie vor auf dem Gelände befinden, alle abgeholt werden. Nur zwei Hunde will er behalten. Gegen den Hundebesitzer läuft jetzt ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Die Staatsanwaltschaft hat bereits ein entsprechendes Gutachten in Auftrag gegeben. (cg)

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2018-11-21T08:32:16+01:00
HITRADIO RT1 Augsburg