Fehlerhaftes Urteil: Pfefferspray-Raub am Augsburger Hauptbahnhof wird heute neu verhandelt

Vor gut einem Jahr hat eine damals 32-Jährige am Augsburger Hauptbahnhof eine Passantin mit Pfefferspray attackiert und ihr das Handy abgenommen. Die Täterin war wenige Tage zuvor aus dem Aichacher Gefängnis entlassen worden und wollte dorthin wieder zurück, weil sie mit ihrem Leben nicht zurecht kam. Das Augsburger Landgericht hat ihr den Wunsch erfüllt und sie zu gut viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat das Urteil im August aber kassiert, weil das Landgericht einen Fehler gemacht hat: Denn weil die Frau zurück in den Knast wollte, konnte es sich bei dem Handy-Klau gar nicht um Diebstahl handeln. Sie wollte das Handy gar nicht haben und konnte damit rechnen, dass es bei ihrer Festnahme kurz nach dem Angriff zurück an die Besitzerin geht. Der Fall wird deshalb am heutigen Montag neu verhandelt. (erl)

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2019-09-16T06:28:50+02:00
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