Führt das Augsburger Klinikum künftig nur noch größere Operationen durch?

Der Vorstand des Klinikums überlegt, die Zusammenarbeit mit anderen Krankenhäusern in der Region auszuweiten. Das könnte für Patienten Folgen haben, zum Beispiel deutlich längere Wege. Klinik-Chef Alexander Schmidtke regt an, komplizierte Operationen künftig in Augsburg durchzuführen. Einfachere Eingriffe, wie beispielsweise eine Blinddarm- oder Leistenbruch-OP, könnten in Friedberg oder Bobingen behandelt werden. Hintergrund für diese Pläne sind die Umsätze. Die Kliniken könnten so viel wirtschaftlicher arbeiten, heißt es.
Am Freitag wird die medizinische Fakultät am Augsburger Klinikum gegründet, ab dem 1. Januar 2019 übernimmt es dann der Freistaat Bayern. Der wünscht sich weniger Minus und erwartet ein wirtschaftliches Sanierungskonzept. Die Einnahmen liegen zwar bei knapp 400 Millionen Euro pro Jahr, trotzdem macht das Klinikum in diesem Jahr voraussichtlich rund zwei Millionen Minus. (mac/jeh)

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2016-11-30T11:20:06+01:00
HITRADIO RT1 Augsburg