Goldfinger-Prozess in Augsburg: Reiche sollen Staat um hunderte Millionen betrogen haben

Der James Bond-Film „Goldfinger“ war Namensgeber für ein System, mit dem Reiche in der Vergangenheit wesentlich weniger Steuern gezahlt haben. Ob das legal war, ist umstritten. Das muss jetzt das Augsburger Landgericht klären. Heute beginnt der erste von mehreren Mammutprozessen rund um das Thema. Auf der Anklagebank sitzen jetzt erstmal zwei Verdächtige, aber die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen mehr als hundert Beschuldigte. Laut Staatsanwaltschaft wurden für den Goldhandel Scheinfirmen im Ausland gegründet. Einer der Anleger ist der ehemalige Nationaltorwart und Ex-FCA-Co-Trainer Jens Lehmann. Er ist aber jetzt nicht angeklagt, sondern wird bislang nur als einer der Investoren geführt. Der Prozess soll bis Anfang 2021 gehen. Wegen des Steuergeheimnisses will die Staatsanwaltschaft keine Einzelheiten bekannt geben. Aber in Augsburger Justizkreisen ist davon die Rede, dass der Staat um insgesamt mehrere hundert Millionen Euro an Steuern geprellt wurde. (az/dc)

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2019-11-13T06:40:23+01:00
HITRADIO RT1 Augsburg