Im Kriminalfall Ursula Herrmann gibt es keine neuen Ermittlungen – auch der Bruder gibt jetzt auf

Vor fast vierzig Jahren ist die damals zehnjährige Ursula Herrmann bei Eching am Ammersee entführt und getötet worden – einer der spektakulärsten Kriminalfälle in Deutschland. Die Augsburger Staatsanwaltschaft hat jetzt mitgeteilt, dass die Akte geschlossen bleibt – wohl für immer. Das 10-jährige Mädchen war in eine Holzkiste gesperrt und vergraben worden, sie erstickte. Ein Mann aus dem Kreis Landsberg wurde fast 29 Jahre nach der Tat dafür verurteilt, der 68-Jährige beteuert aber seine Unschuld.

Der Bruder der vor fast vierzig Jahren getöteten Ursula Herrmann will den Fall jetzt endgültig ruhen lassen. Er hatte nach der Verurteilung des Täters vor knapp zehn Jahren darauf beharrt, dass dieser unschuldig ist. Erst vor Kurzem hatte er der Staatsanwaltschaft neue Hinweise vorgelegt. Er glaubt, die Polizei habe damals nicht in alle Richtungen ordentlich ermittelt. Seit gestern ist aber klar, dass es keine neuen Ermittlungen geben wird. Und jetzt will auch Michael Herrmann den Fall nicht weiter verfolgen. (erl)

800 800
https://www.rt1.de/im-kriminalfall-ursula-herrmann-gibt-es-keine-neuen-ermittlungen-wohl-fuer-immer-108498/
2019-08-21T12:59:26+02:00
HITRADIO RT1 Augsburg