Ingolstadt: 23-Jährigem droht wegen tödlicher Autobahn-Raserei lange Haft

Ein 23-jähriger Mann soll mit mehr als 230 km/h auf der A9 bei Manching einen anderen Autofahrer totgefahren haben. An der Unfallstelle war zu diesem Zeitpunkt eine maximale Geschwindigkeit von 100 km/h erlaubt. Zu Beginn des Prozesses vor dem Ingolstädter Landgericht sagte der Angeklagte, der Todes des 22 Jahre alten Opfers tue ihm „unendlich Leid“. Der junge Mann ist wegen Totschlags und wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens angeklagt. Ihm droht eine langjährige Haftstrafe. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte absichtlich das Tempolimit überschritten hat. Seinen Wagen hatte der 23-Jährige nach den Ermittlungen auf 560 PS getunt, bis zu 350 Stundenkilometer hätte das Auto fahren können. Der Verteidiger entgegnete, sein Mandant sei „kein fanatischer Autofahrer“ und habe den Unfall nicht gewollt. Schon letztes Jahr hatte ein Prozess deswegen begonnen. Im Laufe des Verfahrens ist allerdings ein Beteiligter längerfristig ausgefallen, sodass der Prozess abgesetzt werden musste. Früher wurden ähnliche Verkehrsstraftaten oftmals nur als fahrlässige Tötung angeklagt. Doch die Staatsanwaltschaften verfolgen seit einigen Jahren eine härtere Linie. Das Urteil wird im März erwartet. (cg)

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2021-01-20T12:17:28+01:00
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