Kind bringt in Augsburger Supermarkt Oma zu Fall: Vater muss nicht zahlen

Ein dreijähriges Kind darf sich im Supermarkt frei bewegen, solange es die Eltern sehen und hören können. Das hat das Augsburger Amtsgericht jetzt entschieden. Es ging um einen kuriosen Unfall in einem Augsburger Supermarkt: Ein dreijähriges Mädchen wollte an der Kasse nicht mehr im Einkaufswagen sitzen, der Vater ließ es laufen. Was dann passierte, konnte nicht mehr geklärt werden. Jedenfalls stürzte eine 75-jährige Frau – sie sagt, das Kind sei ihr von hinten in die Beine gelaufen. Sie erlitt mehrere Brüche und Prellungen, hatte monatelange Schmerzen – und verklagte den Vater auf 5.000 Euro Schmerzensgeld. Damit kam sie aber nicht durch. Das Gericht entschied: Man kann von Eltern nicht verlangen, dass sie ihr Kind während des gesamten Einkaufs im Wagen festhalten oder an der Hand führen. (az)

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2017-04-27T16:47:35+02:00
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