Kranzniederlegung zum Gedenken an Memminger Holocaust-Opfer

Gegen das Vergessen – auch wenn die Gedenkstunde für die Opfer der Reichspogromnacht gestern in Memmingen corona-bedingt nicht stattfinden konnte, wollte Oberbürgermeister Manfred Schilder zumindest mit einer Geste an die Zerstörung der Synagoge und die Verbrechen gegen die jüdische Bevölkerung erinnern. Er legte am Gedenkstein am Schweizerberg einen Kranz nieder. „Es ist unsere Pflicht, gemeinsam gegen jegliches Vergessen anzugehen“, so Schilder. Auch die Deutsch-Israelische Gesellschaft und die Katholische Arbeitnehmer Bewegung haben gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund als Zeichen der Erinnerung Trauerkränze zum Ort der früheren Synagoge gebracht. Am 9. November 1938, auch Rechskristallnacht genannt, hatten die Nazis auch in Memmingen gewütet. Über hundert Juden fielen dem Holocaust zum Opfer.

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https://www.rt1.de/kranzniederlegung-zum-gedenken-an-memminger-holocaust-opfer-196606/
2020-11-10T14:18:54+01:00
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