Ledvance-Schließung: Bundeswirtschaftsministerium schaltet sich ein

In die Verhandlungen über die Sanierung des Augsburger Lampenherstellers Ledvance kommt Bewegung. Ledvance-Betriebsräte und Vertreter der IG Metall waren zu Besuch in Berlin. Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig hatte sie eingeladen. Er hörte sich ihre Sorgen und Vorschläge an und teilte anschließend mit: „Wir sind uns einig, dass nach tragfähigen Lösungen für die Beschäftigten und die Standorte gesucht werden muss.“ Er will jetzt die Geschäftsführung von Ledvance nach Berlin einladen. Für die Ledvance-Beschäftigten in Bayern ist es nach Ansicht der IG Metall eine echte Aussicht auf Rettung ihrer Jobs. Gleichzeitig arbeitet ein Experte zurzeit ein Konzept aus, wie Ledvance saniert werden kann. Das Unternehmen will das Werk Augsburg mit seinen 650 Mitarbeitern zumachen und in Eichstätt die Hälfte der 500 Jobs streichen. Die ehemalige Osram-Tochter hat seit Jahren Probleme, weil die klassischen Ledvance-Produkte wie Leuchtstoffröhren durch den Trend zu LED-Lampen ein Auslaufmodell sind. In modernen LED-Angeboten sehen die Mitarbeiter ihre Chancen. (az)

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2017-11-30T14:42:21+01:00
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