Leidet Augsburger Bahnhofsschubser an Verfolgungswahn?

Im März soll ein Mann am Augsburger Hauptbahnhof versucht haben, einen Reisenden vor einen einfahrenden ICE zu schubsen. Der Student konnte sich mit vielen kleinen Schritten gerade noch abfangen. Der Zug hätte nach Aussage des Lokführers nicht mehr rechtzeitig bremsen können. Der 30-jährige mutmaßliche Täter, ein Italiener, der in Augsburg aufgewachsen ist, muss sich jetzt vor dem Augsburger Landgericht verantworten. Beim Prozessauftakt am Donnerstag erzählte er, dass er an Wahnvorstellungen leidet und den Studenten am Bahnsteig für einen Salafisten gehalten hatte, der in seinem Rucksack Waffen hat. Fünf Tage vor der Tat habe sich der 30-Jährige in eine Psychiatrie einweisen lassen, die Klinik am selben Tag aber wieder verlassen – aus Angst. Die Verhandlung wird am Freitag fortgesetzt. (ah)

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2017-11-17T06:06:28+01:00
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