Mord im Schrebergarten aus krankhafter Eifersucht: Lange Haftstrafe

Im Prozess um den Messer-Mord in einem Gaimersheimer Schrebergarten ist ein Urteil gefallen. Der Angeklagte ist zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht war überzeugt, dass der Mann seinen Garten-Nachbarn aus Eifersucht mit elf Messerstichen umgebracht hatte. Der 42-Jährige wird außerdem in einer psychiatrischen Klinik untergebracht, da er krankhaft eifersucht ist. Er habe über 15 Jahre lang immer wieder Bekannte ohne Anlass verdächtigt und beschuldigt, dass sie Affären mit seiner Ehefrau gehabt hätten. Die beiden sind inzwischen geschieden. Dieser Wahn war laut Vorsitzendem Richter Ostern vor einem Jahr dafür verantwortlich, dass der Mann auf seinen wehrlosen und ahnungslosen Nachbarn und Freund eingestochen hatte. Der 42-Jährige hatte nach seiner Festnahme die Tat zugegeben, aber gesagt, er habe in Notwehr gehandelt. Das Opfer habe ihn zuerst attackiert, er habe sich dann nur gewehrt. (erl)

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2019-07-30T05:55:36+02:00
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