Mord im Schrebergarten: Teilgeständnis vor dem Landgericht Ingolstadt

Im Prozess um den Mord in einem Schrebergarten in Gaimersheim hat der Angeklagte vor dem Ingolstädter Landgericht ein Teilgeständnis abgelegt. Der türkisch-stämmige Mann räumte ein, mehrfach auf seinen 36- jährigen Gartennachbarn eingestochen und ihn so umgebracht zu haben. Er schildert das Geschehen am Ostermontag letztes Jahr aber eher als Notwehr. Sein Nachbar sei zunächst mit dem Messer auf ihn losgegangen, schließlich habe er selbst zugestochen. Auslöser des Streits war angeblich eine Affäre des Opfers mit der Frau des Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft wertet die Tat als heimtückischen Mord, deshalb droht dem 42-Jährigen eine lebenslange Haft. Das Opfer war am Montag nicht in die Arbeit gekommen – ein Kollege fand ihn schließlich blutüberströmt und mit zahlreichen Messerstichen im Schrebergarten. Drei Tage nach der Bluttat wurde der mutmaßliche Täter in einer Bar festgenommen. Die Strafkammer hat zehn Verhandlungstage für das Verfahren geplant, das Urteil soll Ende Juli verkündet werden. (cg)

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2019-05-21T12:24:42+02:00
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