Mordprozess gegen Todespfleger startet – er hat auch in Aresing gearbeitet

Ein polnischer Pflegehelfer soll sechs Patienten mit einer Überdosis Insulin ermordet und es bei drei weiteren versucht haben – deshalb steht der Mann ab heute in München vor Gericht. Der 38-Jährige hat auch in Aresing einen Rentner gepflegt. Der wurde mit starkem Unterzucker ins Krankenhaus eingeliefert, obwohl er kein Diabetes hatte. Dieser Fall steht bislang aber nicht auf der Anklage. Der Pflegehelfer hat schon gestanden, dass er seinen Patienten Insulin gespritzt hat, obwohl das medizinisch nicht notwendig war. Dass er sie töten wollte, streitet er aber ab. Zusätzlich wirft die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten Raub und Diebstahl vor. Er soll beispielsweise so profane Dinge wie Wein, Waschmittel, Toilettenpapier und Klobürsten gestohlen haben. Er kam an das Insulin, weil er selbst Diabetiker ist. Der Fall in Aresing steht übrigens bislang nicht auf der Anklage. Das Münchner Landgericht hat insgesamt 39 Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll im Mai fallen. (cg)

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2019-11-27T09:21:05+01:00
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