Nach Missbrauch auf Schulklo: Augsburger Schulen werden nicht generell eingezäunt

Der Missbrauch einer Schülerin auf einem Klo in der Wittelsbacher Grundschule hat die Diskussion über die Sicherheit an Schulen wieder auf die Tagesordnung gehievt. Jetzt steht fest: In Augsburg werden die Schulen nicht generell eingezäunt. Mit Blick auf die Kosten und die Tatsache, dass es keinen hundertprozentigen Schutz geben könne, beschloss der Bildungsausschuss, dass künftig von Fall zu Fall entschieden werden soll. So soll die Blériot-Grundschule im Univiertel bald einen Zaun bekommen: Dort sind immer wieder fremde Personen auf dem Schulgelände unterwegs. Außerdem treffen sich dort Jugendliche, die ihren Müll da lassen.

Statt die Schulen zu „Hochsicherheitstrakten“ auszubauen, soll es mehr Schulungen für die Kinder und Jugendlichen geben, damit sie lernen, wie sie sich im Ernstfall verhalten müssen. An der Wittelsbacher Grundschule hatte es entsprechende Schulungen gegeben: Bei dem Vorfall Ende Oktober schrie das betroffene Mädchen auf dem Klo laut um Hilfe, ein anderes Mädchen holte daraufhin einen Lehrer. Der hielt den Täter fest, bis die Polizei kam. Der mutmaßliche Täter, ein zur Tatzeit 21 Jahre alter Pole, sitzt in Untersuchungshaft. (az)

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2019-02-05T14:08:40+01:00
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