„Oldschool Society“ – Münchner Richter schickt Augsburger Rechtsextremen ins Gefängnis

Die Spitze der rechtsextremen „Oldschool Society“ musste sich fast ein Jahr lang vor dem Münchner Oberlandesgericht verantworten. Am Mittwoch fielen die Urteile, unter anderem gegen einen Mann aus dem Augsburger Stadtteil Bergheim. Das Gericht bestätigte den Vorwurf der Bundesanwaltschaft: Die Angeklagten bildeten eine terroristische Vereinigung mit dem Ziel, Anschläge auf Flüchtlingsheime zu verüben. Der sogenannte „Präsident“ der Gruppe bekam viereinhalb Jahre Haft. Er betrieb bis zu seiner Festnahme in Augsburg ein Malergeschäft. Sein Stellvertreter aus Sachsen erhielt fünf Jahre. Eine Frau, ebenfalls aus Sachsen, bekam drei Jahre und zehn Monate, ein anderer Angeklagter aus Bochum drei Jahre. Die Angeklagten hatten ihre Hasstiraden über Ausländer und Muslime im Internet über soziale Netzwerke und Messaging-Dienste ausgetauscht. Vor gut zwei Jahren gelang es Polizisten, die Gruppe abzuhören und hochgehen zu lassen. Bundesinnenminister Thomas De Maizière sagte zum Urteil, es zeige die Entschossenheit des Rechtsstaates. (az)

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2017-08-28T14:36:22+02:00
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