Staatsanwalt springt im Augsburger Landgericht in den Tod: Danach ging der Alltag weiter

Der 43 Jahre alte Staatsanwalt Matthias N. hat sich am Dienstagmorgen im Augsburger Strafjustizzentrum aus dem 3. Stock in den Tod gestürzt. Kurz darauf ging der Dienstbetrieb weiter. Auch die Verhandlung gegen einen 22-Jährigen aus Donauwörth, der seine Mutter getötet haben soll. Es ist der Fall, in dem der 43-Jährige die Anklage vertreten sollte. Eine Kollegin musste einspringen. Wer nach dem Vorfall nicht in der Lage war zu arbeiten, durfte nach Hause gehen. Einige Verhandlungen fanden deshalb nicht statt. Bisher spricht alles für Selbstmord, die Ermittlungen laufen. Es soll keine dienstlichen Verfehlungen geben haben: Der Staatsanwalt sei ein vorbildlicher Beamter gewesen, heißt es. Er sprang vor den Augen mehrere Besucher, darunter zwei Schulklassen, von einer Brücke im Foyer des Gebäudes. Sämtliche Wiederbelebungsversuche scheiterten. Matthias N. war einer der prominentesten Staatsanwälte in Augsburg und für zahlreiche aufsehenerregende Fälle zuständig. Darunter der Prozess gegen einen Friedberger, der seine Frau brutal ermordete, und das Verfahren um einen Doppelmord am Ammersee. (mac/jeh)

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2017-08-28T14:33:53+02:00
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