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Prozessbeginn: Kinderkrebshilfe aus Adelsried soll Spenden veruntreut haben

In Augsburg hat am Donnerstag der Prozess gegen die ehemaligen Vorstände des Vereins „Kinderkrebshilfe Bayern“ aus Adelsried begonnen. Die Vorwürfe in der Anklage schockieren: Anstatt die Spenden an krebskranke Kinder zu geben, sollen die mittlerweile getrennt lebenden Eheleute 130.000€ in die eigene Tasche gesteckt haben. Die Frau wirft im Gericht keinen Blick ins Publikum, wo auch Geschädigte sitzen. Sie hält sich ein Klemmbrett vors Gesicht und trägt eine Perücke, um nicht erkannt zu werden. Spender waren unter anderem bekannte Firmen wie die BMW Bank oder die Mövenpick Hotels, kirchliche Vereine, Schulen und Privatpersonen. Sie alle wurden wohl getäuscht. Der Verteidiger des Mannes fordert eine Einstellung des Verfahrens gegen seinen Mandanten. Das Gericht schlug einen Deal vor: Geständnis und 40.000 Euro, dann gäbe es eine Bewährungsstrafe. Eine Einigung gibt es aber noch nicht, nächste Woche geht’s weiter.