Prozess um ausgesetztes Findelbaby vor dem Augsburger Landgericht: Angeklagte Mutter äußert sich zur Tat

Im Prozess um das ausgesetzte Baby von Blindheim im Landkreis Dillingen hat sich heute die angeklagte Mutter vor dem Augsburger Landgericht zur Tat geäußert. Die 32-Jährige hat die Vorwürfe vollumfänglich eingeräumt und gesagt: Ihr war bewusst, dass der Säugling sterben konnte. Sie hatte ihren neugeborenen Sohn gegen halb 2 Uhr nachts völlig nackt auf einer Wiese ausgesetzt. Am nächsten Tag ist sie nach eigener Aussage sogar noch in die Nähe des Ablageortes gegangen, hat sich aber nicht um das Baby gekümmert, sondern es nur aus der Ferne beobachtet. Wer der Vater des Kindes ist, ist unbekannt. Nach Angaben ihrer Verteidigerin ist die Angeklagte geistig behindert und auf dem Stand einer 12- bis 14-Jährigen. Ihr wird versuchter Totschlag vorgeworfen. Ein Anwohner fand den ausgesetzten Säugling erst eineinhalb Tage später in einem lebensbedrohlichen Zustand. Ärzte konnten den kleinen Jungen retten – er ist inzwischen in einer Pflegefamilie untergebracht. (cg)

800 800
https://www.rt1.de/prozess-um-ausgesetztes-findelbaby-vor-dem-augsburger-landgericht-angeklagte-mutter-aeussert-sich-zur-tat-137466/
2020-07-09T06:15:59+02:00
HITRADIO RT1