„Reichsbürger“ lässt Augsburger Richterin sitzen und zahlt nun Tausende Euro

Die „Reichsbürger“ erkennen die Bundesrepublik mit ihren Gesetzen und Behörden nicht an. Jetzt hat einer ihrer Anhänger einen Gerichtstermin in Augsburg geschwänzt. Der 63-Jährige sollte am Montagnachmittag auf der Anklagebank Platz nehmen, weil er eine eine Gerichtsvollzieherin angegangen haben soll. Die Frau wollte bei dem Angeklagten eine Zwangsvollstreckung durchführen. Der Mann schickte ihr aber sogenannte „Allgemeine Geschäftsbedingungen“ und verlangte die Einstellung des Verfahrens. Andernfalls drohte er ihr zivilrechtliche Forderungen an. Die Gerichtsvollzieherin ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken und zeigte den Mann ihrerseits wegen versuchter Erpressung an. Gegen einen Strafbefehl in Höhe von 4.800 Euro legte der selbst ernannte „Reichsbürger“ Einspruch ein. Weil er nicht zu seinem Prozess erschien, verwarf die Richterin den Einspruch aber: Der Mann muss zahlen. Die Begleichung der ursprünglichen Forderung wäre laut Gericht „allemal billiger gewesen“. (az)

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2016-11-07T18:00:08+01:00
HITRADIO RT1 Augsburg