Reichsbürger provoziert die Augsburger Justiz

Ein sogenannter Reichsbürger ist jetzt nicht zu seinem Prozess vor dem Amtsgericht erschienen. Stattdessen saß er draußen vor dem Gebäude und wartete: Der 69-Jährige wollte testen, wie die Justiz reagiert. Er sollte sich wegen Körperverletzung und Beleidigung verantworten. Im Juni hatte der Mann bei einem Handgemenge einen Polizisten verletzt und die Beamten als „Verbrecher“ und „Dreckspack“ bezeichnet. Nach 15 Minuten Wartezeit erließ das Gericht Haftbefehl. Der Prozess wird nachgeholt. Die Reichsbürger-Bewegung erkennt den deutschen Staat nicht als solchen an, und somit auch keine Gesetze oder Behörden.
Derweil ist bekannt geworden, dass der Reichsbürger aus dem fränkischen Georgensgmünd offenbar ein riesiges Waffenarsenal besessen hat. Darunter einige Kisten mit Munition und Waffen. Sie waren in der Nähe seines Wohnorts vergraben. Das teilte die Staatsanwaltschaft Nürnberg mit. Es habe sich um einen eher zufälligen Fund gehandelt. Der 49-Jährige hatte Mitte Oktober auf mehrere Polizisten geschossen, ein 32 Jahre alter Beamter kam ums Leben. (ah/jeh)

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2016-10-28T15:08:46+02:00
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