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Rommelsried: Trinkwasser muss abgekocht werden!

Schon wieder müssen Menschen im Landkreis Augsburg ihr Trinkwasser abkochen. In Rommelsried, einem Ortsteil von Kutzenhausen, wurden am Wochenende gefährliche Keime entdeckt. (Nicht betroffen: Fuchsberg, Am Egelseefeld, Hornbachstraße und Horgauer Straße)

 

Die Keime fanden sich sowohl in einem Hochbehälter, also einem Wasserspeicher, als auch im Leitungsnetz. Das Gesundheitsamt hat die betroffenen Anwohner umgehend informiert, unter anderem über Lautsprecherdurchsagen, mit Handzetteln und online.  Die Ursache der Verunreinigung steht fest: Ein Siebenschläfer war in den Hochbehälter geraten und ist dort verendet. Das Staatliche Gesundheitsamt im Landratsamt Augsburg sowie die Gemeinde Kutzenhausen werden nun das weitere Verfahren festlegen. 

Das Landratsamt hat folgende Informationen veröffentlicht:

Kann man sich mit nicht abgekochtem Wasser noch waschen?

  • Man kann das Wasser zum Waschen verwenden, es sollte aber nicht in offene Wunden gelangen (ggf. mit wasserdichtem Pflaster abkleben).
  • Für Haare und Gesicht sollte man das Wasser nicht verwenden, da die Keime durch die Körperöffnungen eindringen könnten.
  • Zähne sollten nur im abgekochtem Wasser bzw. Mineralwasser geputzt werden.
  • Für die Handhygiene reicht es aus, Leitungswasser und Seife zu verwenden.

Wie muss abgekocht werden?

Das Leitungswasser muss von allen betroffenen Haushalten abgekocht werden. Abkochen heißt: einmal sprudelnd aufkochen und dann langsam (über zehn Minuten) abkühlen lassen.

Wie lange muss abgekocht werden?

Wie lange die Abkochanordnung bestehen bleiben muss, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Insgesamt sind ca. 250 Haushalte in Rommelsried betroffen.

Für weitere Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes im Landratsamt Augsburg unter 0821 3102 2116 zur Verfügung.

In den vergangenen Monaten gab es im Landkreis Augsburg immer wieder Probleme mit Keimen im Trinkwasser. Auch die Menschen in Bobingen, Dinkelscherben und Diedorf mussten schon abkochen. Aktuell wird das Wasser dort noch gechlort. (az)

 

Weitere Infos: www.kutzenhausen.de