RT1-Exklusiv: Zugführer von Schrobenhausen war bei Unglück in Aichach dabei

Der Unfall in Schrobenhausen, bei dem ein 14-Jähriger von einem Zug angefahren und getötet wurde, wird noch tragischer. RT1-Recherchen zufolge war der betroffene Zugführer schon beim Zugunglück in Aichach vor Ort. Der Mann sollte nach einer psychologischen Betreuung wieder in den Dienst eingegliedert werden – es war seine erste Fahrte nach dem tödlichen Unfall von Aichach. Damals war er den Informationen zufolge als Ersthelfer vor Ort. Gestern fuhr ihm ein 14-jähriger Junge auf dem Weg ins Freibad vor den Zug. Die Polizei geht von einem tragischen Unglück aus. Lokführer werden immer wieder mit schlimmen Vorfällen konfrontiert. Einer Statistik der Bahn zufolge erlebt jeder Zugführer in 45 Jahren Berufsleben alleine schon zwei Suizide – Unfälle, wie der in Schrobenhausen, kommen noch dazu. Es gibt verschiedene Programme, um Lokführer danach schrittweise wieder in den Dienst zu bringen. Außerdem werden die Zugführer schon während der Ausbildung von Psychologen geschult, um sie auf solche Situationen vorzubereiten. (ff)

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2018-08-02T15:32:17+02:00
HITRADIO RT1 Augsburg