Säugling ermordet – Landgericht Ingolstadt verurteilt junge Mutter

Das Landgericht Ingolstadt hat eine junge Mutter wegen Mordes zu einer Freiheitsstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die damals 17-Jährige ihren sechs Monate alten Sohn in einem Krankenhaus umgebracht hat. Weil sie zum Tatzeitpunkt noch minderjährig war, fand das gesamte Verfahren hinter verschlossenen Türen statt. Wie eine Gerichtssprecherin sagte, hat die junge Frau im Prozess zu den Vorwürfen geschwiegen. Die Jugendliche hatte ihrem Sohn nach Überzeugung der Richter in einer Kinderklinik die Luftzufuhr abgeschnitten – laut Gutachten mindestens vier Minuten lang. Das Kind war am Vortag von einem Notarzt ins Krankenhaus gebracht worden, weil es bereits da Atemprobleme hatte. Wie die Mutter den Säugling genau umgebracht hat, blieb im Verfahren offen. Die Rechtsmedizin konnte aber eine natürliche Todesursache ausschließen. (cg)

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2019-02-19T10:27:46+02:00
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