Schlaganfall nicht erkannt? schwere Vorwürfe gegen Ingolstädter Verkehrspolizei und Klinikum

Schwere Vorwürfe gegen die Verkehrspolizei Ingolstadt: Sie soll Anfang dieser Woche einen Schlaganfall für Drogeneinfluss gehalten haben. Das berichtet der Donaukurier. Der betroffene Autofahrer kämpfe derzeit in einer Klinik um sein Leben.

Die Verkehrspolizei Ingolstadt hatte am Dienstagabend einen 57-jährigen Münchner auf der A9 bei Denkendorf gestoppt. Er war mit etwa 40 Stundenkilometern in Schlangenlinien unterwegs. Ein Alkoholtest verlief negativ, ein Drogenschnelltest aber wohl positiv. Nach zwei Operationen musste der Mann aber laut Donaukurier starke Medikamente nehmen, das könnte den Test beeinflusst haben.

Der Mann wurde zur Blutentnahme ins Ingolstädter Klinikum gebracht. Der zuständige Arzt erkannte den Schlaganfall ebenfalls nicht. Erst Stunden später brachte die Verlobte des 57-Jährigen den Mann von der Polizeiwache ins Krankenhaus, schreibt der Donaukurier. Die Frau wirft der Polizei und dem behandelnden Arzt unterlassene Hilfeleistung vor.

Laut Polizei wird der Vorwurf derzeit untersucht. Man habe erst durch die Medien von der Erkankung des Mannes erfahren. (erl)

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https://www.rt1.de/schlaganfall-nicht-erkannt-schwere-vorwuerfe-gegen-ingolstaedter-verkehrspolizei-und-klinikum-65087/
2018-05-18T11:33:33+02:00
HITRADIO RT1 Augsburg