Steuer-Prozess gegen Augsburger Bordellbetreiber wird wohl neu aufgerollt

Das Verfahren gegen einen Augsburger Bordellbetreiber wegen Steuerhinterziehung wird wahrscheinlich vor dem Landgericht neu verhandelt. Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung haben Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts eingelegt. Die Ankläger wollten eine höhere Strafe, die Verteidiger eine geringere. Das Amtsgericht hatte den Bordellbetreiber im Mai zu zwei Jahren und sieben Monaten Gefängnis verurteilt. Außerdem soll er eine Million Euro Steuerschulden nachzahlen. Der 58-Jährige betreibt seit knapp 20 Jahren ein Bordell im Lechhauser Gewerbegebiet – hat aber viel zu wenig Umsatzsteuer gezahlt. Er zahlte zwar Steuern auf die Zimmer-Miete, die er von den Prostituierten bekam. Er hätte aber auch die Einnahmen der Frauen versteuern müssen. Der Bordellbetreiber durfte das Gefängnis erst einmal verlassen – er saß seit April in Untersuchungshaft. (az)

800 800
https://www.rt1.de/steuer-prozess-gegen-augsburger-bordellbetreiber-wird-wohl-neu-aufgerollt-101879/
2019-06-05T13:30:27+02:00
HITRADIO RT1 Augsburg