Tierdrama in Königsmoos: Rund 100 Hunde in völlig verwahrlostem Anwesen entdeckt

In einem spektakulären Einsatz haben Polizei, Feuerwehr und Veterinäramt 34 Hunde von einem völlig verwahrlosten Hof in Obermaxfeld gerettet. Die meisten Tiere sind in einem schlimmen Zustand, haben zum Beispiel Parasiten, sind unterernährt oder leiden an Krankheiten. Eine Tierschutzvereinigung hatte vorgetäuscht, einen Teil der Hunde kaufen zu wollen. Die Staatsanwaltschaft erwirkte daraufhin eine Durchsuchung des Anwesens in Obermaxfeld. 34 Hunde sind inzwischen im Neuburger Tierheim in Riedensheim untergebracht. Auf dem Hof des Halters werden allerdings noch 40 bis 60 weitere Hunde vermutet. Voraussichtlich wird es deshalb noch einen weiteren Einsatz geben. Diese Hunde müssen dann aus Platzgründen in anderen Tierheimen untergebracht werden. Der Hundehalter war den Behörden bereits bekannt, das Ausmaß des Falls ist aber wohl völlig falsch eingeschätzt worden. Tieramtsleiter Gerhard Schmidt vermutet, dass der Hundehalter einfach die Kontrolle verloren hat:

Die Betreuung der Hunde bringt das Tierheim an die Grenzen der Belastbarkeit. Neben zusätzlichen Futter-, Tierarzt- und Arzneikosten kommt auch deutlich mehr Arbeit auf die Einrichtung zu:

So bald wie möglich müssen zwei zusätzliche Pflegekräfte eingestellt werden. Alles in allem dürfte das pro Monat etwa 6000 Euro kosten. (cg)

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2018-11-20T06:58:26+01:00
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