Ultraschallgeräte gegen Katzen: Nachbarn ziehen vor Gericht

Er wollte unliebsame Katzen vertreiben – und ist deshalb wegen Körperverletzung vor dem Neuburger Amtsgericht gelandet. Ein 48-Jähriger hatte mehrere Ultraschallgeräte in seinem Garten aufgestellt. Die gaben ein ohrenbetäubendes Pfeifen von sich – zum Leidwesen der Nachbarn. Der Mann aus dem südlichen Landkreis weigerte sich auch nach Aufforderung durch die Polizei, die Geräte abzubauen. Die Nachbarn sprachen von Dauerbeschallung mit unterschiedlichen Lautstärken und Frequenzen, bei jeder Bewegung hätten die Geräte zu pfeifen begonnen. Das zog ihren Angaben zufolge Kopfweh, Schlafstörungen und Tinitus nach sich – fünf Monate lang.

Die Polizei beschlagnahmte die Ultraschallgeräte schließlich. Der Richter war sich unsicher, ob es sich dabei wirklich um Körperverletzung handelt. Das könnten nur langwierige Gutachten feststellen – das sei dem nachbarschaftlichen Verhältnis aber nicht zuträglich. Das Verfahren wurde schlussendlich im gegenseitigen Einvernehmen eingestellt. Bis Ende des Jahres darf der 48-Jährige keine Ultraschallgeräte mehr aufstellen. Der Richter legte ihm aber nahe, einen anderen Weg zur Katzen-Vertreibung zu finden. (erl)

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https://www.rt1.de/ultraschallgeraete-gegen-katzen-nachbarn-ziehen-vor-gericht-64745/
2018-05-15T05:30:52+02:00
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