Unfallstatistik im Landkreis: insgesamt neun Unfalltote im vergangenen Jahr

Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen sind im vergangenen Jahr neun Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Zwei Menschen, beide Motorradfahrer, sind dabei im Einsatz-Bereich der Neuburger Polizei gestorben – beide noch an der Unfallstelle. Bei der Schrobenhausener Polizei zählen fünf Unfall-Tote dazu, die durch erhöhte Geschwindigkeit beziehungsweise betrunken bei einem Unfall gestorben sind – aber auch ein Rollerfahrer, der im eigenen Hof umgefallen war, und der 14-Jährige Schüler, der im Sommer von einem Zug erfasst wurde.

Viele Wildunfälle – schwere Unfälle aber wegen zu schnellen Fahrens und Alkohol

Insgesamt hat es im vergangenen Jahr etwas weniger Unfälle gegeben als im Vorjahr, vier Prozent weniger. Im Schnitt hat es auf den Straßen im Kreis alle knapp drei Stunden gekracht. Eine der Haupt-Unfallursachen ist noch immer der Zusammenstoß mit Wildtieren, diese Unfälle enden aber häufig glimpflich in Blechschäden. Aber gerade bei schweren oder sogar tödlichen Unfällen spielt oft erhöhte Geschwindigkeit und Alkoholkonsum eine Rolle. Und das, obwohl die Polizei gerade letzteres deutlich häufiger kontrolliert.

Vorsicht beim Abbiegen – Unfall-Häufungen entlang der B16 und an der B300

Im Bereich der Polizei Neuburg sind die meisten Unfälle aufgrund von Fehlern beim Abbiegen oder Wenden passiert – gerade auf Parkplätzen von Supermärkten. Laut Polizei passieren viele Unfälle an der Einfahrt Südpark Richtung B16, an der Donauwörther Straße zur B16, und an der St. Andreas Straße zur B16. Im Bereich der Schrobenhausener Polizei gibt es nur einen sogenannten Unfall-Häufungspunkt: die Kreuzung an der B300 Ausfahrt Mittererweg. Dort gibt es seit November eine Ampel.

Mehr Fahrrad-Kontrollen in Neuburg

Die Neuburger Polizei hat angekündigt, künftig Fahrradfahrer mehr kontrollieren zu wollen. Im vergangenen Jahr sind zwar weniger Fahrradunfälle passiert als im Vorjahr, bei einem Großteil der Unfälle waren Fahrradfahrer aber Mitverursacher. Über 60 Menschen wurden bei solchen Unfällen verletzt. Die Polizei will deshalb bei Kontrollen verstärkt auf ordnungsgemäßes Licht, das Beachten der Roten Ampel und Fahrräder auf dem Gehweg achten. Sie rät außerdem: Beim Fahrradfahren immer einen Helm tragen – auch wenn es keine Helmpflicht gibt. Bei Unfällen kommt es mit Helm seltener zu schwerwiegenden Verletzungen. (erl)

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2019-02-26T06:14:29+02:00
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