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Lebenslang für den Frauenmörder von Hirblingen

Der Mörder eines lesbischen Pärchens ist am Dienstag zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Zudem hat das Augsburger Landgericht die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Damit ist es ausgeschlossen, dass der 32 Jahre alte Waldemar N. nach 15 Jahren aus dem Gefängnis entlassen werden kann. Das Gericht ist davon überzeugt, dass er seine beiden Nachbarinnen Ende vergangenen Jahres brutal und aus Habgier in ihrem Haus in Hirblingen ermordet hat. Danach vergrub er die Leichen auf einem Feld nahe der Schmutter. Die Spurensicherung hatte an den Fußgelenken beider Opfer DNA-Spuren von Waldemar N. gefunden. Die Ermittler erklären das damit, dass er die Leichen an den Füßen gezogen hat. Mit einem in der Schmutter gefundenen Spaten hatte der Täter das Erdgrab geschaufelt. Genau einen solchen Spaten hatte Waldemar N. kurz zuvor in einem Gersthofer Baumarkt gekauft. Die Quittung lag noch in der Mittelkonsole seines weißen BMW. Der Angeklagte soll nach dem Mord den Tatort – also die Wohnung der Frauen – feinsäuberlich geputzt haben. Mit einer speziellen Chemikalie hat die Polizei trotzdem Blutspuren sichtbar machen können: Und dabei sind die Ermittler im Keller auf ein wahres Blutbad gestoßen. Waldemar N. hat sich bis zum Schluss nicht zu den Vorwürfen geäußert. Er kann gegen das Urteil noch vorgehen.