Ingolstadts früherer OB Alfred Lehmann zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt

Im Bestechungsprozess um den früheren Ingolstädter Oberbürgermeister Alfred Lehmann ist das Urteil gefallen. Das Landgericht Ingolstadt sprach ihn wegen Vorteilsannahme und Bestechlichkeit schuldig. Er muss nicht ins Gefängnis, ist aber zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Außerdem muss Lehmann 380.000 Euro nachzahlen. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, würde Lehmann seine Pensionsansprüche verlieren. Er hatte im Prozess zugegeben, beim Kauf mehrerer Wohnungen Freundschaftspreise bekommen zu haben. So hat er seiner Familie finanzielle Vorteile in Höhe von 600.000 Euro verschafft. Die Immobilienkäufe standen im Zusammenhang mit zwei Sanierungsprojekten der Stadt. Lehmann war als Amtsträger am Verkauf einer ehemaligen Kaserne und des früheren Krankenhauses beteiligt, später kaufte er selbst Wohnungen in den modernisierten Anlagen. Zunächst hatte er in dem Prozess alle Vorwürfe bestritten. Erst als das Gericht nach monatelanger Verhandlung klar gemacht hatte, dass ohne Geständnis eine Gefängnisstrafe ohne Bewährung denkbar sei, räumte der 69-Jährige ein, Vergünstigungen erhalten zu haben, die er nicht hätte annehmen dürfen. (cg)

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https://www.rt1.de/urteil-gegen-ingolstadts-ex-rathauschef-alfred-lehmann-erwartet-113954/
2019-10-22T11:37:19+01:00
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