Prozessauftakt zur Vergewaltigung an Augsburger Grundschule: Täter will vor der Tat Stimmen gehört haben

Ein neun Jahre altes Mädchen ist im Oktober 2018 auf der Toilette der Wittelsbacherschule in Augsburg vergewaltigt worden. Der mutmaßliche Täter muss sich ab dem heutigen Dienstag vor Gericht verantworten. Ein Gutachter hat den 21-jährigen Polen untersucht und bei ihm Wahnvorstellungen festgestellt. Er sitzt deshalb nicht im Gefängnis, sondern in der Psychiatrie. Der Mann aus Großaitingen soll das Mädchen in der Schule angesprochen und dann auf die Toilette gezerrt haben. Dort verging er sich an ihr. Ein Lehrer entdeckte die beiden und hielt den Täter fest, bis die Polizei vor Ort war. Der mutmaßliche Täter war selbst mal Schüler an der Grundschule.

Vor Gericht sagte der Verteidiger, der Mann habe kurz vor der Tat Stimmen gehört – die hätten ihm Anweisungen gegeben, die Tat genau so auszuführen. An die Tat selbst kann sich der 21-Jährige nicht erinnern, er hat aber gestanden und sich bei der Familie des Opfers entschuldigt. Im Gerichtssaal sitzt auch der Vater der Neunjährigen. (mac/erl)

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https://www.rt1.de/vergewaltigung-an-augsburger-grundschule-prozess-beginnt-gegen-mutmasslichen-taeter-101747/
2019-06-04T17:28:37+01:00
HITRADIO RT1 Augsburg