Verzicht auf Flutpolder bei Bertoldsheim sorgt für Ärger im Landtag

CSU und Freie Wähler haben sich im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, auf den geplanten Flutpolder bei Bertoldsheim und zwei weitere Polder bei Regensburg zu verzichten. Jetzt steht die neue bayerische Staatsregierung deshalb unter Erklärungsdruck. Polder sind Rückhaltebecken, die bei Hochwasser geflutet werden können. Die Bertoldsheimer hatten sich heftig gegen das Projekt gewehrt, unter anderem weil sie steigendes Grundwasser und vollgelaufene Keller befürchtet hatten. Außerdem entsteht nur wenige Kilometer weiter ein Polder bei Riedensheim. Die Landräte und Bürgermeister einiger Landkreise und Städte donauabwärts hatten in einem offenen Brief vor dem Verzicht gewarnt. Das Umweltministerium muss jetzt umfassende Auskünfte darüber liefern, mit welcher fachlichen Begründung auf die Polder verzichtet werden soll und welche konkreten Maßnahmen stattdessen denkbar wären. (cg)

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https://www.rt1.de/verzicht-auf-flutpolder-bei-bertoldsheim-sorgt-fuer-aerger-im-landtag-86840/
2018-12-14T07:45:08+01:00
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